Tag Archives: Schreiben

Herrliche Ruhe. Seit einigen Monaten genieße ich das Arbeiten mit einem Desktop-PC, der nach dem Einschalten so leise ist, wie ich es nicht für möglich gehalten habe. Der exone-Rechner ist ein Traum, und die Firma icmtec – informationstechnologie aus Ludwigsburg hat ihn innerhalb von einem Tag geliefert. Das war mit die beste E-Commerce-Erfahrung, die ich erlebt habe. Wer viel an Konzepten und Texten arbeitet weiß, wie wichtig eine ruhige Umgebung für das Gelingen ist.

Ideal sind auch abgespeckte Schreibprogramme, die nicht mehr viel mit Word oder OpenOffice gemein haben. Ich mag es, wenn mir auf dem Bildschirm die gesamte Fläche für das Texten zur Verfügung steht und keine Schaltflächen, Buttons, Logos oder Icons den Blick auf sich ziehen. Selbstverständlich dürfen auch keine E-Mail- oder Twitter-Meldungen aufpoppen.

Die extrem einfach gehaltenen Editoren Q10 für Windows, PyRoom für Ubuntu/Linux oder OmmWriter für Mac, PC und iPad bringen ein edles Schreibgefühl zurück. Das Texten im Vollbildmodus auf völlig leerem Schreibgrund und ohne Schnickschnack ist wunderbar. Alle drei Editoren stehen als freie Software kostenlos zum Download zur Verfügung. Wer die neueste Version von OmmWriter Dana II für Windows (XP, Vista, 7) nutzen möchte, kann das Programm zu einem selbst bestimmten Preis (Minimum 4,11 Dollar) erwerben. Dana II bietet im Vergleich zur Basisversion einige zusätzliche Audio- und Videoeffekte.

Wortschatz im Netz

Das Internet ist eine gigantische Bibliothek. Und das gilt wörtlich. Ich liebe die guten Seiten im Netz und die wunderbaren Quellen zur Recherche und Weiterbildung. Für mich sind zum Beispiel drei frei verfügbare Onlineangebote von unschätzbarem Wert: der Digitale Grimm, das Wortschatz-Portal der Uni Leipzig und das DWDS.

Der Sprachschatz aus dem Wörterbuch der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm gilt als die wichtigste und umfangreichste Sammlung deutscher Wörter. 35 Bände stark ist die ursprüngliche gedruckte Ausgabe. Sie enthält 350.000 Stichwörter. Das „DWB“ ist damit das Grundlagenwerk für alle Texter, Schriftsteller, Journalisten und Sprach- forscher. Es zeichnet die Bedeutung von Worten über die Zeit hinweg nach und erschließt den deutschen Wortschatz auf einmalige Art und Weise. Erarbeitet wurde dieses Riesenwerk in 122 Jahren von 1838 bis 1960. Die Gebrüder Grimm kamen selbst nur bis zum Wort Frucht. 120 weitere Sprachforscher übernahmen die Arbeit und stellten das Wörterbuch schließlich auch fertig. 1971 kam noch ein Quellen- verzeichnis hinzu. Die Erstbearbeitung wird von der Universität Trier in Zusammen- arbeit mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften als Digitaler Grimm vollständig im Internet zur Verfügung gestellt. Eine Alternative in gedruckter Form gibt es meines Wissens derzeit nicht als neue Ausgabe, da die letzte Taschen- buchversion aus dem dtv-Verlag leider längst vergriffen ist. Auf zwei CD-Roms ist die digitale Version noch bei Zweitausendeins zum Preis von 49 Euro erhältlich. Dazu wird ein Begleitbuch mit 110 Seiten geliefert.

Neben dem Grimm nutze ich auch das Wortschatz-Portal der Uni Leipzig und das DWDS – das digitale Wörterbuch der deutschen Sprache des 20. Jahrhunderts. Beide sind weniger spektakulär als der Digitale Grimm.