Tag Archives: Atlassian

Versionskontrolle zum Nulltarif

logoBitBucket

Quellcode ist immer extrem empfindlich. Ein fehlendes Semikolon und schon geht gar nichts mehr. Zum Glück gibt es Tools für die Versionskontrolle. Git und Subversion (SVN) gehören zu den bekanntesten Verwaltungssystemen für Projektdateien. Wenn Quellcode (oder auch jede andere Art von Dateien) unter Versionskontrolle steht, dann werden alle Änderungen protokolliert. Man kann jederzeit auf einen vorherigen Stand in der Codeentwicklung zurück gehen und alle Zustände des Projektes landen sicher in einem Archiv. Ein solches System ist auch Gold wert, wenn mehrere Entwickler gemeinsam an einer Codebasis arbeiten.

GitHub und Google Code sind beliebte kostenlose Lagerplätze für freie Projekte (Open Source). Für Entwicklerteams bis fünf Personen bietet Bitbucket von Atlassian ein sehr gutes Angebot. Das australische Unternehmen stellt kostenfrei Lagerplatz für beliebig viele – auch private – Repositories zur Verfügung. Wenn bis zu zehn Entwickler an einem Projekt arbeiten, dann werden moderate 10 Dollar im Monat fällig. Die Dokumentation von Bitbucket ist hervorragend. Es wird Schritt für Schritt gezeigt, wie das Versionsmanagement mit Git (oder Mercurial) läuft. Damit wird die Installation und Inbetriebnahme zum Kinderspiel. Zusätzlich zur Dateiverwaltung gibt es bei einem Bitbucket-Repository nach Bedarf auch einen Issue-Tracker und ein Wiki mit dazu.

Freie Projekte steigern die Produktivität


Die Motivation für komplexe Tätigkeiten basiert auf intrinsischen Faktoren. Der TechTalk von Dan Pink gibt in rund 19 Minuten eine hervorragende Einführung in dieses Thema.

Software-Entwicklung ist eine Disziplin, bei der hervorragende Leistungen nur mit hoher Konzentration und Kreativität möglich sind. Und das erfordert immer sehr viel Motivation. Daniel H. Pink liefert in seinem Bestseller Drive: The Surprising Truth About What Motivates Us einige überraschende Erkenntnisse aus Wissenschaft und Wirtschaft. Die Fakten belegen laut Pink, dass hohe Incentives kontraproduktiv wirken. Klassische Anreizsysteme, nach denen Menschen durch das sprichwörtliche Hinhalten der Karotte nach vorne getrieben werden, funktionieren bei komplexen Aufgaben nicht.

In vielen Unternehmen werden falsche Konzepte für die Mitarbeitermotivation umgesetzt. Pink nennt Beispiele aus der Praxis, die den modernen Theorien folgen. Bei Google können die Entwickler 20 Prozent ihrer offiziellen Arbeitszeit völlig frei für eigene Projekt verwenden. Das australische Softwareunternehmen Atlassian führt diese Idee weiter. Im Rahmen von sogenannten FedEx-Days können mehr als 70 Entwickler  jeweils 24 Stunden an eigenen Ideen arbeiten und diese dann vorstellen. Damit ist das Unternehmen sehr erfolgreich. Es ist kein Wunder, dass Atlassian San Francisco in die Top 25 “Great Place to Work”-Liste gewählt wurde, wie Jon Silvers, der Marketing-Direktor des Unternehmens aus Berkeley, im Atlassian-Blog berichtet.