Wer sich für China interessiert, eine Reise dorthin plant oder auch geschäftlich mit China zu tun hat, für den bieten diese zwei Webangebote hervorragende Inhalte zum Lernen in Eigenregie: SWR2 hat den Sprachkurs „Chinesisch für Anfänger“ als Podcast in 70 Teilen kostenfrei ins Netz gestellt. Und auf Youtube gibt es den neuen FOM China-Sprachkurs. Dies ist ein Angebot der FOM Hochschule für Oekonomie & Management in Essen im Zusammenhang mit dem neuen Studiengang Bachelor of Arts International Management mit Schwerpunkt China. Die kostenlose Podcast-Reihe gibt Einblicke in die Landeskunde von China und vermittelt erste Dialoge in Chinesisch. Die Texte stehen zum Download und Nachlesen auch auf den Hochulseiten zur Verfügung: Chinesisch für Anfänger
Smalltalk fällt aus dem Tiobe-Index
6. September 2010 von Ellen Petersen | Keine Kommentare
Die beiden Klassiker Smalltalk und Eiffel sind im August 2010 zum ersten Mal nicht mehr unter den 50 populärsten Programmier- sprachen. Im zeitlichen Zusammenspiel mit dem Erscheinen von Apples iPad hat Objective-C hingegen im Tiobe-Index einen Sprung von Platz 19 auf Platz 9 hingelegt. Unter den Top 20 findet sich erstmals die taufrische Sprache „Go“. Sie wurde von Google-Mitarbeitern entwickelt und ist im November 2009 unter einer freien Lizenz erschienen.
Auf den Plätzen 1 bis 5 hat sich im Tiobe-Index nichts verändert. Hier finden sich Java, C, C++, PHP und Basic. C# hat Python überholt und steht jetzt auf Platz 6. Während die Dinosaurier C und C++ auch nach 25 Jahren noch weit oben in der Gunst der Entwickler rangieren, sind die Zeiten für das klassische Smalltalk angesichts so zahlreicher neuer Konkurrenz wohl nahezu vorbei.
Interessant ist der Blick zurück auf die Anfänge der objektorien- tierten Programmierung (OOP), die so eng mit Smalltalk verbunden sind. „Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist sie zu erfinden“, soll Alan Kay einmal gesagt haben. Kay gilt als Urvater der OOP. Er hat in den 70er Jahren auch Smalltalk erfunden. (Seit 1995 unterstützt er unter anderem das Open-Source-Projekt Squeak, mit dem Kinder spielerisch Computersimulationen erstellen können.) Ein beeindruckendes historisches Dokument ist der visionäre Vortrag, den Alan Kay im Jahr 1997 auf einer Konferenz der ACM (Association for Computing Machinery) gehalten hat. Der Titel heißt „The Computer Revolution Hasn’t Happened Yet“. Kay imaginierte die zukünftigen Möglichkeiten der OOP. Er sagte voraus, dass es eines Tages so sein werde, dass jedes Software-Objekt über eine Internetadresse ansprechbar sei.
Mit dem Webframework Django ist genau das heute realisiert: Eine URL kann direkt zu einem Objekt aus dem dahinterliegenden Python-Programm führen. Dies bietet faszinierende Möglichkeiten für die Entwicklung von Internetanwendungen. Smalltalk mag als Dialekt an Bedeutung verlieren. Die Ideen der OOP leben in vielgestaltiger Form mittels Java, C#, Python, Ruby, Go & Co. weiter.
Alan Kays Keynote von 1997 ist rund eine Stunde lang und wird von Google Video bereitgestellt:
http://video.google.com/videoplay?docid=-2950949730059754521











