Computer retten das Zeichnen

30. Oktober 2011 von Ellen Petersen | Keine Kommentare

Computer geben der Zeichenkunst eine neue Chance. Warum? Die Produktion digitaler Medien ist ohne das Zeichnen nicht möglich. Vor allem junge Menschen eignen sich aus purem Interesse heraus Fähigkeiten an, die an den Hochschulen seit Jahrzehnten nicht mehr vermittelt werden.

Zeichnen bildet die Grundlage für digitale Malerei und Konzeptkunst in 2D und 3D. Spieledesigner entwerfen ihre Charaktere und Level Designs nach klassischem Muster ebenso wie Illustratoren in Werbung und Medien. Wer denkt, dass Programme wie Photoshop oder Illustrator die kreative Arbeit von alleine machen, liegt falsch. Visuelle Konzepte basieren auch im Computerzeitalter auf einer Zeichnung oder Skizze. Es spielt keine Rolle, ob dabei der Bleistift oder der digitale Stift in der Hand liegt. Wichtig ist allerdings, dass der Künstler etwas zu vermitteln hat, dass er etwas, das nicht nur ihn selber interessiert, aus seinem Kopf heraus zeichnerisch darstellen kann.

Computerspiele, Animationsfilme und Simulationen beeindrucken nur, wenn ihre Inhalte nicht chaotisch sind. Hier sind wieder Künstler gefragt, die mit ihrer Vorstellungskraft andere Menschen berühren können. Für Konzeptkünstler ist das Zeichnen eine wichtige Sprache, die sie brauchen, um ihrer Fantasie Ausdruck zu verleihen.

Ausbildung von Profi zu Profi

International existieren Gemeinschaften, in denen klassisches Zeichnen und klassische Malerei wieder einen hohen Stellenwert haben. Hier tauschen sich Profis mit Nachwuchskünstlern aus. Anfänger werden auf ihrem Weg zum kompetenten Zeichner teilweise von den ersten Schritten an begleitet und ermuntert.

Die wichtigsten Foren, in denen tiefgehendes Know-how zum Zeichnen und zur figurativen Malerei vermittelt werden, sind:

Im Bereich der 3D-Produktion spielt blenderartist.org eine hervorgehobene Rolle.

Jason Manley aus Austin (Texas) hat mit Conceptart.org bereits 2002 eine Anlaufstelle für professionelle Konzeptkünstler geschaffen. Seit Dezember 2009 ist an dieses Forum mit TAD (The Art Department) eine Schule für digitale und traditionelle Medien angedockt. Dort werden die verschiedensten Techniken vermittelt. Die virtuelle Akademie steht Interessenten aus der ganzen Welt offen.

CG Talk ist das Forum der CG Society aus Adelaide in Australien. CG steht für Computer Graphics. CG Talk ist ebenso wie CG Hub aus Los Angeles (Kalifornien) ein internationales Forum, in dem vorwiegend professionell orientierte Teilnehmer ihre Werke ausstellen, diskutieren und sehr viel voneinander und miteinander lernen. Regelmäßige Wettbewerbe werden auch in einer der ältesten Online-Communities ausgerichtet: deviantArt.org aus Hollywood (Los Angeles) ist schon seit 2000 aktiv und inzwischen eines der größten Foren. Entsprechend gemischt ist die Qualität der Beiträge.

Zeichnen und Software – von Photoshop, Illustrator, Gimp, Inkscape bis zu Blender, ZBrush, 3ds Max und Maya – sind keine Gegensätze. Die klassische Zeichnung mit Bleistift oder Kohle auf Papier oder mit dem digitalen Stift wird nicht aussterben – dank Computer und Internet.

23. Januar 2010
von Ellen Petersen
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Feine Arbeit vom Smashing Team

Im Dezember 2009 habe ich ein Besprechungs-Exemplar vom Smashing Book erhalten. Es ist im Format 14 mal 20 Zentimeter kompakt und handlich. Inhalt und Gestaltung überzeugen vollkommen. Und das ist für mich keine Überraschung. Das Buch ist eine Gemeinschaftsproduktion, in … Weiterlesen

Prachtstück für Kreative und Buchfans

23. Oktober 2009 von Ellen Petersen | Keine Kommentare

Wird mein Amazon-Wunschzettel jemals kleiner werden? Ich fürchte nein. Das liegt auch an so überraschenden Entdeckungen wie dieser Buchproduktion, die auf den ersten Blick gar nicht in das Bücherbusiness von heute zu passen scheint: Über zehn Jahre hat es von der Planung bis zur Produktion gebraucht.

„Pictorial Webster‘s: A Visual Dictonary of Curiosities“ ist das Mammutprojekt von John M. Carrera. Der Buchbinder, Drucker und Künstler aus Waltham, Massachusetts, startete das „Projekt Webster‘s“ im Jahr 1995, nachdem er auf der Farm seiner Großmutter unter dem Lieblingssessel seines Großvaters ein „International Dictionary“ von 1898 aufstöberte. Was dann folgte und zur Herstellung der neuen Webster-Ausgabe führte, das zeigt Carrera uns in einem wunderbaren Video. Hier wird im Detail dokumentiert, wie mit einer alten Linotype-Maschine gedruckt und anschließend von Hand gefalzt und gebunden wird. Klasse gemacht.

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Als  Bücherfan bin ich fasziniert von diesem Projekt und natürlich von dem Buch, das ein tolles Mittel ist, um die eigene Kreativität anzuregen. Außerdem kann man damit wunderbar so einfach nebenbei englische Vokabeln lernen oder wiederholen. Außer den verschiedenen handgemachten Edelausgaben mit beispielsweise Leder- oder Eichenholzrücken zu Preisen zwischen 2.600 und 4.600 US-Dollar, gibt es für mich zum Glück auch eine günstige Handelsedition über den Verlag Chronicle Press. Bei einem Umfang von 512 Seiten sind in dem historischen Bilderlexikon mehr als 1.500 Stiche aus dem 19. Jahrhundert enthalten. Das außergewöhnliche Buch wird über Amazon (Pictorial Webster’s) für 25 Euro angeboten.

19. März 2009
von Ellen Petersen
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Der Musik-Instinkt

Daniel Levitins Bestseller „This Is Your Brain on Music“ erscheint in deutscher Übersetzung beim SAV (Spektrum Akademischer Verlag). Unter dem Titel „Der Musik-Instinkt – Die Wissenschaft einer menschlichen Leidenschaft“ soll das Buch am 9. April bei der Springer-Tochter herauskommen. Amazon … Weiterlesen

12. Januar 2009
von Ellen Petersen
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Fantastische Textbilder

Die brasilianische Künstlerin Marina Camargo ist fasziniert von Büchern und Buchstaben, und das auf eine ganz besondere Art. Bei ihr werden die Zeichen lebendig und führen ein visuelles Eigenleben. Sie kombi- niert und präsentiert Texte und Schriften in immer wieder … Weiterlesen

10. Dezember 2008
von Ellen Petersen
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Titan der Typographie

Bei Thames & Hudson ist ein neues Buch über das Leben und Werk von Jan Tschichold (1902-1974) erschienen. Aus diesem Anlass berichtet der britische Guardian über den großen Schriftengestalter. Der Titan der Typographie hat mit seiner Arbeit Generationen von Designern … Weiterlesen

1. Oktober 2008
von Ellen Petersen
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Pure Vorfreude

Die Agentur Doberman Creative Company aus Slowenien steckt hinter dieser humorvollen Werbung für die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika 2010. Es ist dem Designer Matija Kocbek hervorragend gelungen, die Vorfreude auf das Ereignis über ein Bild zu kommuni- zieren. Bei Ads of … Weiterlesen

1. Oktober 2008
von Ellen Petersen
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Am liebsten nie mehr weg

Mit 250 Kilometern Atlantikküste hat Aquitanien für Wassersportfans viel zu bieten. Der Surfsport hat in Frankreich eine lange Tradition und wurde 1956 in Biarritz begründet. Die Werbeagentur Euro RSCG entwickelte mit „You will not want to leave it“ eine originelle … Weiterlesen

31. August 2007
von Ellen Petersen
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Clown Fish

Von Juan Scott, Creative Director bei DraftFCB in Durban, Südafrika, stammt dieses Werbeplakat für die Ausstellung “Body Art & Graffity”. Es ist in voller Größe bei Ads of the World zu sehen: Clown Fish. Auch die zwei Schwestermotive Dolphin und Turtle sind … Weiterlesen

24. Mai 2007
von Ellen Petersen
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Fresh Ads

Originalansicht (bei Ads of the World) Zwei eindrucksvolle Plakatdesigns mit maritimen Motiven werben für Financial Times und Sanyo (wasserdichte Digitalkameras).