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Lebensform aus Silicon Valley

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Das kalifornische Unternehmen Ugobe will im dritten Quartal 2006 den patentierten Pleo auf den Markt bringen. Das Tierchen ist nach dem Modell eines Camarasaurus sauropod im Alter von einer Woche gestaltet.

Es ist bis unter die Dinohaut mit Hightech ausgestattet. Hinter Pleo verbirgt sich geballtes Ingenieurs-Wissen. Es wurde mit dem Ziel entwickelt, lebendige Mimik, organische Bewegungen und autonomes Verhalten zu realisieren. Am 6. Februar präsentierte Ugobe seine Pläne erstmals und kündigt an, dass Pleo sich fließend bewegen und autonom verhalten kann. Ausgestattet ist es mit 14 Servogelenken und 40 Sensoren, inklusive Infrarot und Stereosoundmodulen. Alleine acht Sensoren befinden sich an Füßen und Zehen. Pleo wird nicht über eine Fernsteuerung bewegt, sondern soll frei mit seinem Besitzer und der Umgebung interagieren können. Dazu verfügt es laut Ugobe über ein spezielles Lebensform-Betriebssystem (Life Form Operating System).

Das Dinobaby könne sich aufgrund der simultanen Verarbeitung aller Inputs über das ausgefeilte Sensorsystem in eigener Weise verhalten und über die Zeit hinweg auch lernen und sich weiterentwickeln. Freude, Neugier, Langeweile, Trauer, Hunger und andere elementare Lebensäußerungen soll Pleo seiner Umwelt dinoecht vermitteln können. Darüber hinaus ist er dazu in der Lage mit anderen Ugobe-Lebensformen zu kommunizieren. Zu den Entwicklern des Dinodesignmodells gehören Roboterexperten ebenso wie Animationsspezialisten, Biologen, Naturwissenschaftler und Programmierer. Mit Caleb Chung wird das interdisziplinäre Ugobe-Team von einem prominenten Spielzeugerfinder angeführt. Er schuf mit Furby bereits einen Kassenschlager. Pleo soll 199 US-Dollar kosten und nicht nur als Kinderspielzeug gelten. Durch sein ansprechendes Wesen soll es das Kind in uns allen wecken, uns inspirieren und unterhalten.

12.02. Update: Messevideo bei CNET 

14.02. Update: Video Networkworld.com