capribeach software : Geschichte

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Hello C


Die klassische Sprache

C ist die klassische Programmiersprache. Sie stammt aus den Urzeiten der Computergeschichte und wurde zu einer Zeit entwickelt, als es noch keine Personal Computer gab. Die Story von C beginnt bei den Bell Laboratories in New Jersey an der Ostküste der USA. Die Sprache wurde von 1969 bis 1973 von Dennis Ritchie und Ken Thomson im Zuge ihrer Arbeit an dem Betriebssystem Unix entwickelt. Auf einer Maschine des Typs DEC PDP-11 kam 1973 erstmals ein in C programmiertes Unix zum Einsatz. Mit dem großen Erfolg des Betriebssystems Unix und der schnellen Verbreitung zunächst an Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen ist auch der Erfolg von C verknüpft. Heute sind hunderttausende Anwendungen in C programmiert, dazu gehören auch die Betriebssysteme Windows und Linux. C war bis in die 90er Jahre hinein die wichtigste Programmiersprache für professionelle Softwareentwicklung - bis C++ kam und ein Paradigmenwechsel hin zur Objektorientierten Programmierung.

Vorsicht Verwechslungsgefahr: C, C++ und C#

Die drei Computersprachen C, C++ und C# sind sehr unterschiedlich und bezeichnen jeweils eigene Standards. C und C++ verfügen über eine gemeinsame Teilmenge. Jedes Standard-konforme C-Programm kann auch im Rahmen von CPP eingesetzt werden. Aus diesem Grunde sind auch die Entwicklungswerkzeuge, mit denen man C++-Programme erzeugt, in der Regel für C geeignet.

C# (C-Sharp) ist eine Neuentwicklung, die aus dem Hause Microsoft stammt und noch sehr jung ist. C# hat zwar genauso wie Java bei einigen Sprachelementen Ähnlichkeiten mit C, allerdings sind C# wie auch Java rein objektorientiert angelegte Sprachen und insoweit vom Grundsatz her vollkommen anders C.

C
Der Sprachumfang von C ist vergleichsweise klein. So bringt das klassische Lehrbuch zu C (The C Programming Language, Kernighan & Ritchie) auf 250 Seiten alle Elemente unter, die wichtig sind. Wer C beherrscht, kann schon mit wenigen Codezeilen leistungsfähige kleine Programme schreiben. C ist aber auch gefährlich und zwingt zu großer Disziplin, da der Programmierer direkt auf Speicherbereiche im Rechner zugreifen kann. Mit C ist im Prinzip fast alles möglich. Bei größeren Anwendungen wird es jedoch im Vergleich zu anderen Sprachen schwieriger, alle Teile des Codes optimal aufeinander abzustimmen. Größere Programme erreichen schnell eine Komplexität, die schwer zu beherrschen ist. So schleichen sich leicht Bugs (Prorammierfehler) ein, die gefürchtet sind.

C gehört zu den prozeduralen Sprachen. Der Programmierer entwickelt Anweisungen und Prozeduren sowie Funktionen, die nacheinander abgearbeitet werden. Funktionen und Daten sind konzeptionell voneinander getrennt.

C++
Der Sprachumfang von C++ ist gigantisch. Bjarne Stroustrup, der Erfinder von C++, beschreibt in seinem Buch auf mehr als 960 Seiten den Basisumfang der Programmiersprache. Nicht nur die Zahl der Sprachelemente ist um ein Vielfaches größer als bei C. Auch das Abstraktionsniveau von C++ ist enorm. C++ bietet zwar die Möglichkeit, dass man mit ihr auch in der Art von C arbeiten kann (prozedural), doch die Herausforderung liegt in der Objektorientierten Programmierung. Wer professionell mit C++ coden will, der muss in der Anfangsphase Zeit und Mühe aufwenden. Die Beherrschung der höheren Sprachmittel ist nicht einfach. Es erfordert Ausdauer und Durchhaltevermögen, um die Feinheiten von C++ kennen und schätzen zu lernen. C++ ist neben Java eine der wichtigsten Sprachen in der professionellen Softwareentwicklung. Insbesondere für Grafikanwendungen kommt C++ bevorzugt zum Einsatz.

C#
Microsoft hat die Sprache C# (C-Sharp) entwickelt und gemeinsam mit Partnern herausgegeben. C# wurde 2001 das erste Mal standardisiert. Der ISO-Standard C# 2.0 stammt aus dem Juni 2005. Die junge Sprache ist objektorientiert und ähnelt eher Java als C oder C++. C# gehört zu einer der Sprachen, die in der .NET-Umgebung von Microsoft zum Einsatz kommen.

Warum C Lernen verrufen und trotzdem cool ist

Im Zeitalter von C++, Java, Python, Ruby und Co. liegt C nicht im Trend. Wer eine moderne Computersprache lernen will, der macht heute einen großen Bogen um C. Viele Experten raten vehement davon ab, C zu lernen, wenn C++ das Ziel ist. Man braucht C nicht, wenn man C++ optimal beherrschen will. Es wirkt sich sogar negativ aus, wenn C-Gewohnheiten in C++ übernommen werden. Vieles, was in C gut ist, ist in C++ keinesfalls gut. C gilt zudem als schwierig und umständlich. Kleinste Ungenauigkeiten können schon zu einem Crash des Programmes führen.


computersprachen


Der größte Vorteil, den C für Einsteiger in die Programmierung bietet, ist die Überschaubarkeit der Sprache. C ist viel leichter und schneller zu bändigen als beispielsweise C++ oder auch Java. Das bringt schnelle Erfolgserlebnisse und als Programmieranfänger kann ich mich auf einige wenige Konzepte konzentrieren, die ohnehin schon anspruchsvoll genug sind. Der zweite große Vorteil liegt darin, dass mit C sehr viel Basiswissen vermittelt wird. Wer C kennt und versteht, beherrscht nicht nur die klassische Programmiersprache schlechthin, sondern hat einen leichteren und schnelleren Zugang zu anderen Sprachen, die heute als modern gelten. Dabei sollte das Bewußtsein von Anfang an dafür geschärft sein, dass C nicht für alles die ideale Lösung bietet.

C ist zwar alt, aber immer noch cool. Von jedem Computerexperten wird erwartet, dass er C kennt. C gehört nach wie vor zur Basisausbildung im Bereich Informatik. Wer sich beispielsweise bei Google in den USA bewirbt und es schafft, einen der begehrten Bewerbungstermine bei dem Unternehmen zu bekommen, dem kann es passieren, dass er dort eben nicht nach den Trendsprachen Python und Ruby gefragt wird, sondern nach Einzelheiten zu Zeigern in C. (Quelle Joel on Software, 2.12.2006)

Wer C nicht kennt wird keine einzige Zeile des Linux-Quellcodes lesen können. Er wird die grundlegenden Programmierschnittstelle Win32ür das Betriebssystem Windows nicht verstehen, und er wird Literatur wie das Red Book zu OpenGL - eine der wichtigsten 3D-Grafik-Spezifikationen - nicht nutzen können.

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Quelle: TIOBE Software


Die Standards C90 und C99

Im Jahr 1978 veröffentlichten Dennis Ritchie und Brian Kernighan das Buch „The C Programming Language“ und machten damit C bei einer größeren Öffentlichkeit bekannt. Das Buch wurde für die Hersteller von Entwicklungssoftware für C zu einer Richtschnur, an die sie sich mehr oder weniger streng hielten.

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C90 ist die erste offizielle Version eines Standards für die Computersprache C. Dieser Standard wurde unter der Bezeichnung ANSI-90 oder später ANSI/ISO-90 bekannt. Ein Komitee des amerikanischen Standardisierungs-Institutes ANSI (American National Standards Institute) arbeitete viele Jahre an der Festlegung der Sprachelemente von C. Die Experten trafen sich von 1983 bis 1989. Erst nach diesen vielen Jahren kam es zur Verabschiedung des Standards, der in der Kurzversion C90 heißt. Zunächst wurde der Standard nur in den USA veröffentlicht. Im Zuge der zunehmenden internationalen Standardisierungen ist heute die ISO (International Standards Organization) für C zuständig.

Nach der ersten grundlegenden Festlegung des C-Standards folgte im Jahr 1999 eine Neufestlegung, die als C99 bekannt ist. Dieser Standard erweiterte C90 um einige neue Sprachmittel, es wurden jedoch so gut wie alle prägenden Eigenschaften von C beibehalten, so dass der Charakter der Sprache in vollem Umfange erhalten blieb. Der heute gültige C-Standard ist C99, das offizielle ISO-Dokument heißt ISO/IEC 98/99,1990(E).

Zitate
"C is quirky, flawed, and an enormous success."
Dennis Ritchie in The Development of the C Language (ACM Second History of Programming Languages conference, ACM 1993)



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